Bremerhaven: Marika Büsing verlässt Stadtverordnetenversammlung

Marika Büsing (SPD) will nach Informationen von nord24 ihr Mandat in der Stadtverordnetenversammlung zum 1. Februar aufgeben und aus der Partei austreten. Der SPD-Parteivorsitzende, Martin Günthner, bedauerte diese Entscheidung.

SPD bekommt Mandat zurück

„Ich finde es sehr anständig von Marika Büsing, dass sie ihr Mandat an uns zurückgibt“, so Günthner. Büsing war dank eines vorderen Listenplatzes in die Stadtverordnetenversammlung eingezogen. Die Diplom-Psychologin war seit Juni vergangenen Jahres in die Schlagzeilen geraten, weil sie mit der Schließung der von ihr geführten Krippen drohte.

Krippen in finanzieller Schieflage

Büsing finanzierte die Krippen durch Gewinne ihrer Einrichtung „Strohhalm“, die nicht beschulbare Kinder betreute und seit Jahresanfang keine Kinder mehr vom Jugendamt zugewiesen bekommen hatte.

Jugendamt wird untersucht

Nach monatelangem Streit hat die Stadt die Krippen zum 2. Januar übernommen, sie öffnen am 8. Januar wieder, der „Strohhalm“ wurde geschlossen. Während der Auseinandersetzungen wurde deutlich, dass auch im Jugendamt Fehler gemacht wurden. So hätte Büsing als Privatperson nie als freie Trägerin der Jugendhilfe anerkannt werden dürfen.

Büsing äußert sich nicht weiter

Die letzte Stadtverordnetenversammlung hat deshalb einen Sonderermittler beauftragt, der jetzt die Vorgänge im Amt untersucht. Büsing äußerte sich am Dienstag nicht weiter.

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Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.