Bremerhaven: Seit zehn Jahren Stadt der meisten Schuldner

Seit zehn Jahren ist Bremerhaven deutschlandweit die Stadt der meisten Schuldner – in diesem Jahr ist es wieder so. Mehr als jeder Fünfte steckt in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten.

Was heißt überschuldet?

Das geht aus dem Schuldneratlas 2019 hervor, den Verena und Peter Dahlke von der Wirtschaftsauskunft Creditreform am Donnerstag in Bremen vorstellten. Der Schuldneratlas berücksichtigt alle Erwachsenen, die überschuldet sind. Und das ist deutlich mehr, als bloß verschuldet zu sein. Denn das ist man allein schon dann, wenn man Raten für ein Haus oder Auto zahlen muss. Überschuldet heißt, dass die zwingenden monatlichen Gesamtausgaben höher sind als die Einnahmen.

20.000 Bremerhavener total überschuldet

Auch im Land Bremen sieht es alles andere als rosig aus: „Bremen bleibt im Ländervergleich Schlusslicht mit einer Überschuldungsquote von fast 14 Prozent“, sagt Dahlke. „Knapp 80.000 Personen gelten hier als überschuldet und können mit ihren Einnahmen die monatlichen Gesamtausgaben nicht mehr decken. In der Stadt Bremen sind es etwa 60.000 Menschen, in Bremerhaven ungefähr 20.000. In Bremerhaven ist damit mehr als jeder fünfte Erwachsene überschuldet.“

Wie es in den einzelnen Stadtteilen aussieht, lest ihr am Freitag in der NORDSEE-ZEITUNG.

Denise von der Ahé

Denise von der Ahé

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Redakteurin/Korrespondentin im Bremer Büro der NORDSEE-ZEITUNG. Kam nach Stationen bei der Saarbrücker Zeitung und der Braunschweiger Zeitung immer weiter Richtung Norden. Sie berichtet aus Bremen über alles, was dort entschieden wird und für Bremerhaven spannend und wichtig ist.