Bremerhaven: So werden kranke Seeleute versorgt

Die Bremerhavener Krankenhäuser sind gut auf die Versorgung von Patienten von Kreuzfahrt- und Containerschiffen eingestellt. Das sagt der hafenärztliche Dienst. Im Ameos-Klinikum Mitte koordiniert eine Sekretärin extra vorab die Behandlungen. 

„Logistische Herausforderung“

Denn die Zeit ist knapp: Drei bis vier Stunden Liegezeit haben die meisten Schiffe, in der jeder Arztbesuch erledigt sein muss – egal wie kompliziert die Behandlung. „Weil immer mehr größere Schiffe kommen, die immer weniger Liegezeit haben, ist das eine logistische Herausforderung“, sagt Reinhold Schütz, Chefarzt im Ameos-Klinikum Mitte.

Überwiegend Crew-Mitglieder sind krank

Mehrmals die Woche müsste sich das Krankenhaus mittlerweile um Crew oder Passagiere von Kreuzfahrtschiffen kümmern. „Überwiegend kommen allerdings Crew-Mitglieder“, so Schütz.

Seeleute werden bevorzugt behandelt

Seine Sekretärin Rita Gerenli bekommt vor Ankunft der Schiffe eine Liste mit Patienten und deren Beschwerden und kann dann Termine in der richtigen Fachklinik machen. „Die Ambulanzen sind angehalten, die Seeleute bevorzugt dran zu nehmen“, so Gerenli. Christine Beykirch vom hafenärztlichen Dienst sagt, das liefe auch im Klinikum Reinkenheide sehr gut, es sei schön, dass die Seestadt-Krankenhäuser sich so gut auf die Seeleute einstellen.

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Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.