Bremerhaven und Bremen: Parteien schließen Schulfrieden ohne FDP

Keine neuen Debatten über Schulstrukturen, dafür eine Qualitätsoffensive: Der Schulfrieden im Land Bremen wird um zehn weitere Jahre verlängert. Das haben die Parteichefs von SPD, CDU, Grünen und Linken am Dienstag verkündet. Die FDP ist allerdings ausgestiegen. 

Mehr Gymnasien möglich

Das sind die Kernbeschlüsse: „Es gibt keine neuen Strukturdiskussionen, sondern eine Stärkung der Schulen in den bestehenden Strukturen“, sagte die SPD-Landesvorsitzende Sascha Aulepp. Die bisherige Obergrenze für die Zahl der bestehenden Gymnasien wird allerdings insofern aufgeweicht, dass es bei steigenden Schülerzahlen neue Gymnasien und Oberschulen geben könnte.

Erster Schulfrieden 2008 geschlossen

Damit wird der 2008 erstmals zwischen SPD, CDU und Grünen geschlossene Schulfrieden fortentwickelt, mit dem damals in Bremen im Anschluss an die Grundschule das zweigliedrige Schulsystem aus Oberschule und Gymnasium festgeschrieben wurde. Die FDP war aus den aktuellen Gesprächen ausgestiegen und trägt den Konsens nicht mit.

2000 Euro pro Schüler mehr

Zur Qualitätsoffensive gehören deutlich mehr Ressourcen, aber auch ein neues Institut für Qualitätssicherung, das die Leistungen der Schüler regelmäßig prüft. Bislang investiert das Land Bremen pro Schüler und Jahr 6800 Euro. Die Ausgaben sollen sich nach und nach um fast 2000 Euro pro Schüler erhöhen.