Bremerhaven: Zeitzeugin erinnert sich an die Bombennacht 1944

Mehr als 400.000 Bomben haben die Innenstadt Bremerhavens binnen 22 Minuten fast völlig zerstört. 75 Jahre ist er her, der verheerende 18. September. Wer es miterleben musste, hat es sein Lebtag nicht vergessen können. Auch Lydia Bohling nicht. 14 war die Wulsdorferin damals und, so sagt sie, „ein überzeugtes Hitlermädel.“

Über Faschismus aufgeklärt

Die „Gehirnwäsche“ der Nazis habe auch bei ihr funktioniert, erzählt die heute 89-Jährige freimütig im Gespräch mit der NORDSEE-ZEITUNG. Später machte sie Politiker-Karriere und klärte jahrelang in Schulen über Faschismus und die Folgen auf.

Der Morgen nach dem Feuersturm

Die Nacht, die von den Feuern taghell wurde, und den Tag danach schildert die alte Dame präzise, auch vor der Kamera. „Wir wollten am nächsten Morgen sehen, ob meine Tanten in Mitte es überlebt haben und sind über die Rampe gelaufen. Aber der beißende Qualm wurde unerträglich, immer heißer, wir kriegten keine Luft mehr und mussten umkehren.“

Welches Wunder das junge Mädchen zu Hause erwartete, lest ihr in der NORDSEE-ZEITUNG am Donnerstag.