Bremerhavener Windenergie-Netzwerk kritisiert „Klima-Päckchen“

Das Klimapakt der Bundesregierung stößt bei der Windenergiebranche auf massive Kritik. Das in Bremerhaven ansässige Unternehmensnetzwerk WAB spricht gar von einem „Klima-Päckchen“, das keinen ausreichenden Beitrag zum Stopp der Klimakrise leiste. 

WAB will 35 Gigawatt bis zum Jahr 2035, nicht nur 20

Wissenschaftler seien sich einig: Die Maßnahmen der Bundesregierung blieben weit hinter den deutschen Klimaschutz-Verpflichtungen nach dem „Pariser Abkommen“ zurück. Dafür notwendig wäre mindestens ein stärkerer Ausbau der erneuerbaren Energien, vor allem der Windenergie. Für eine langfristige Perspektive benötige die Offshore-Windindustrie einen Ausbaupfad, der über die im Klimapaket in Aussicht gestellten 20 Gigawatt (GW) bis zum Jahr 2030 hinausgeht. Die WAB setzt sich für einen Ausbaupfad von 35 GW bis zum Jahr 2035 ein.

Überschüssiger Windstrom soll für Wasserstoff genutzt werden

Windstrom, der nicht von den Netzen aufgenommen werden kann, könne zur Produktionsgrundlage von grünem Wasserstoff werden. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Windenergie scheine nach wie vor nicht in ihrem Potenzial erfasst worden zu sein.

Was das Windenergie-Netzwerk von verschärften Abstandsregeln für Windenergieanlagen an Land hält, lest Ihr am 24. November 2019 im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.