Bremervörder „Gaffer-Prozess“: Es bleibt bei einer Haftstrafe

Es bleibt dabei: Der Hauptangeklagte im Bremervörder „Gaffer-Prozess“ muss für vier Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Stade wies am Dienstag eine Berufung zurück.

„Feuerwehrmann beleidigt“

Das Gericht zeigte sich überzeugt, dass sich die Ereignisse im Juli 2015 so zugetragen haben, wie es fast alle Zeugen geschildert haben. Am Rande eines Unfalls, bei dem ein Auto in eine Eisdiele gefahren ist und zwei Menschen in den Tod riss, habe der heute 28-jährige Hauptangeklagte einen Feuerwehrmann beleidigt, nachdem dieser ihm untersagte, den Unglücksort zu filmen oder zu fotografieren.

Rangelei mit Polizisten

Er habe zudem damit gedroht, „ganz schnell 40 oder 50 andere“ herzuholen. Auch dem von der Polizei ausgesprochenen Platzverweis habe er nicht folgen wollen. Es entwickelte sich eine Rangelei, bei der zwei Polizisten leicht verletzt wurden.

Angeklagter stand noch unter Bewährung

Da der Hauptbeschuldigte erst fünf Monate vor dem Vorfall eine Bewährungsstrafe bekam, bestätigte das Landgericht die vom Amtsgericht Bremervörde verhängte Haftstrafe. Die Verteidiger kündigten Revision an.