Bundesregierung: Wölfe sollen leichter abgeschossen werden dürfen

Nach Wolfsrissen soll es künftig einfacher sein, die Raubtiere in der Region abzuschießen. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), der den Abschuss von Wölfen auch dann ermöglicht, wenn unklar ist, welches Tier genau zum Beispiel die Schafherde angegriffen hat.

Komplettes Wolfsrudel töten

Es können so lange Wölfe geschossen werden, bis es keine Schäden mehr gibt, auch wenn damit ein ganzes Wolfsrudel getötet wird. Die Behörden müssen aber jeden Fall genehmigen, es gibt zeitliche und räumliche Grenzen. Die Pläne sehen vor, dass künftig schon „ernste“ Schäden für die Abwehr ausreichen. Sie müssen nicht mehr „erheblich“ sein.

Füttern verboten

Das Füttern und Anlocken wilder Wölfe soll ausdrücklich verboten werden, damit sie sich nicht an die Nähe von Menschen gewöhnen. Mischlinge aus Wolf und Hund, sogenannte Hybriden, sollen geschossen werden.

Klöckner will mehr

Agrarministerin Klöckner erklärte, angesichts der „rasch zunehmenden Wolfspopulation und den damit ebenfalls zunehmenden Nutztierrissen“ halte ihr Ministerium weitere Schritte für nötig. Sie will den Abschuss auch vorbeugend ermöglichen, nicht erst als Reaktion auf Schäden. Diese Änderungen wolle sie im Gesetzgebungsverfahren nun einbringen. (dpa)