Anzeige

Bremerhaven: Bunker verzögert Abbrucharbeiten auf dem Kistnergelände

Die Abbrucharbeiten auf dem Kistner-Gelände ziehen sich länger hin, als geplant. Der Grund: Unerwartete Hinterlassenschaften im Erdreich. So wurden unter dem früheren Baumarkt an der Hafenstraße und unter der Werkhalle am östlichen Ende des Grundstücks Fundamente von Gebäuden aus vergangenen Zeiten gefunden. Hinzu kommt ein Bunker, der sich als extrem zäher Brocken erwies.

Bunker aus meterdickem Stahlbeton leistet Widerstand

Den Bunker hatten die damaligen Firmenchefs im Zweiten Weltkrieg für ihre Belegschaft errichten lassen. So wie es sich für ein Bauunternehmen gehört: in meterdickem Stahlbeton. Da der Grund am Geesteufer ziemlich schwammig ist und jegliche Erschütterung noch mehr überträgt, als normales Erdreich, konnte der große Bohrhammer am Gebäude selbst nicht eingesetzt werden. Stattdessen wurde gefräst und geschnitten, um Vibrationen so gut es geht zu vermeiden.

Tonnendachhalle mit stählernem Korsett stabilisiert

Noch heikler war der Teilabbruch der alten Kalksandsteinfabrik. Zunächst wurde der denkmalgeschützte Schornstein mit Ringeisen stabilisiert. Die ebenfalls unter Denkmalschutz gestellte Tonnendachhalle, in der einst der Kalksandstein gepresst wurde, erhielt im Innern ein stählernes Korsett.

Erster Neubau ist ein Edeka-Verbrauchermarkt

Als erster Neubau auf dem Areal entsteht direkt an der Hafenstraße ein Edeka-Verbrauchermarkt. Die Anlieferung für den Markt soll über die Werftstraße erfolgen. Deren Ausbau ist heute Thema im Bauausschuss. Demnach kann Anfang September mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden.