Darum sollten Tiere kein Ersatzteillager für menschliche Organe sein #isso

Weltweit warten viele Menschen auf ein Spenderorgan – allein in Deutschland rund 9500. Japanische Forscher arbeiten an einer Lösung des Problems: Sie wollen in Tieren menschliche Organe heranzüchten. Wissenschaftlichen Fortschritt nennen es die einen. Ich finde: Ein lebendiges Ersatzteillager für menschliche Organe geht eindeutig zu weit.

Lebendige Organplantage

Besagte Forscher erschaffen jetzt Mischwesen aus Tier und Mensch, indem menschliche Zellen in Tier-Embryonen eingepflanzt werden. Die sollen kurz vor der Geburt getötet werden. Als ich davon hörte, lief es mir kalt den Rücken herunter. Zwar soll damit eines Tages Menschen geholfen werden, die schwer krank sind. Aber: Rechtfertigt das, dafür Tiere als Organplantage zu missbrauchen?

Unnatürliche Lebewesen

Meiner Meinung nach muss man der Natur manchmal auch einfach ihren Lauf lassen, anstatt so massiv in sie einzugreifen. Irgendwo ist eine Grenze. Und in meiner Vorstellung beginnt die bei der Vermischung von Mensch und Tier. Bei der unnatürlichen Herstellung solcher Lebewesen, die es eigentlich nicht geben sollte.

Gefährliche Abstoßungsreaktion

Zudem kann man heute noch gar nicht absehen, ob das Ganze überhaupt funktionieren würde. Die Gefahr, dass der menschliche Körper ein solches Organ abstößt, halten Experten für wahrscheinlich. Außerdem wird kritisiert, dass Stammzellen in der Entwicklung nur schwer zu kontrollieren seien. Wenn es schlecht läuft, könnten sich die Zellen also auf andere Teile des Tieres ausweiten, die gar nicht dafür vorgesehen waren.

Was kommt als nächstes?

Und überhaupt: Was genau ist es eigentlich, was bei diesen Experimenten entsteht? Ein Tier oder doch eher ein menschliches Wesen? Oder einfach nur ein Ding ohne jegliche Rechte? Außerdem frage ich mich, welches Experiment wohl als nächstes zugelassen wird. Für mich steht fest: Tiere zu Organfabriken zu machen, geht gar nicht.

Laura Nobel

Laura Nobel

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Laura Nobel ist seit September 2017 Volontärin bei der Nordseezeitung. Vor allem ist sie aber für die Kreiszeitung Wesermarsch in ihrer Heimatstadt Nordenham unterwegs.