Die Fischtown Pinguins sind bereit für den zweiten Teil der Playoff-Schlacht gegen München

Auf geht‘s Fischtown Pinguins, lasst euch von den Fans auf der Begeisterungswelle durch die Eisarena tragen. Eine ganze Region ist heiß auf die Playoff-Sensation gegen den EHC Red Bull München. Spiel zwei der DEL-Viertelfinalserie steigt Freitagabend am Wilhelm-Kaisen-Platz (19.30 Uhr). Die Pinguins-Profis benötigen keine Aufputsch-Dosenbrause, um sich auf das Duell mit dem Meister einzustimmen – sie glühen auch so vor Vorfreude. Und wie es aussieht, ist auch Kevin Lavallée wieder mit an Bord.

Selbst bei Thomas Popiesch kribbelt es beim Gedanken an das Highlight-Spiel gegen München. „Wir müssen gar nicht in die Trickkiste greifen. Wir müssen nur das bringen, was uns über die Saison so stark gemacht hat: viel Energie, hohe Laufbereitschaft“, sagte der Trainer nach dem Abschlusstraining. „Dazu einfach spielen und diszipliniert bleiben.“

Mike Hoeffel und Atte Pentikäinen mit einer Trainingspause

Am Donnerstag setzten Mike Hoeffel und Atte Pentikäinen mit dem Training aus. Es gibt aber keinen Grund, um in Panik auszubrechen. Beide sollen heute im zweiten Vergleich mit den Red Bulls auf dem Eis stehen – auch wenn es mal weh tut, so wie bei Hoeffel. „Ich habe in München einen hammerharten Schuss geblockt. Mein Fuß hat ganz schön was abbekommen“, berichtete der Deutsch-Amerikaner. „Ich kann gar nicht vernünftig laufen. Aber hey: Das ist Eishockey. Natürlich bin ich am Freitag dabei.“

Marian Dejdar: Die Niederlage in München hat uns gezeigt, dass wir einige Sachen noch besser lösen können

Die 1:4-Niederlage in Spiel eins ist längst kein Thema mehr bei den Pinguins. Das Match wurde verloren, aus den Köpfen gelöscht und abgehakt. Allerdings sind die Bremerhavener Spieler immer noch davon überzeugt, dass sie die Partie hätten gewinnen können. „Wir müssen uns keine Vorwürfe machen. Wir haben auch gar keine Zeit, uns Vorwürfe zu machen. Das Einzige, was die Mannschaft im Kopf hat, ist Spiel zwei am Freitag“, sagte Marian Dejdar nach dem Abschlusstraining. „Die Niederlage in München hat uns gezeigt, dass wir einige Sachen noch besser lösen können. Das gilt es jetzt umzusetzen.“

Kevin Lavallée will wieder

Es gibt Hoffnung, dass Kevin Lavallée heute wieder in den Kader rutscht. Der 35 Jahre alte Deutsch-Kanadier konnte das heutige Eistraining ohne Pause und schmerzfrei absolvieren. Die leidige Oberkörperverletzung, mit der sich der Verteidiger knapp zwei Wochen lang herumgeplagt hatte, machte keine Probleme mehr. Lavallées Erfahrungsschatz und körperliche Präsenz würde den Pinguins im Kampf gegen die robusten Oberbayern sicherlich helfen.

Der Verteidiger selbst gibt sich zurückhaltend, große Sprüche sind ohnehin nicht seine Art. „Ich weiß noch nicht, ob ich spielen kann. Das ist offen“, sagte Lavallée. Doch zwischen den Zeilen macht der Mann mit dem Rauschebart deutlich: Ich will dabei sein.