Nach dem Fischsterben: Die Geeste atmet wieder auf

Die Behörden geben Entwarnung: In der Geeste muss nicht mehr mit einem massenhaften Fischsterben gerechnet werden. Der Sauerstoffgehalt im Fluss ist wieder gestiegen. Er bleibt aber kritisch.

Kritischer Wert für Fische

Am Freitag war nur noch ein Sauerstoffgehalt von 0,4 Milligramm im Wasser gemessen worden. Ab vier Milligramm wird’s kritisch für die Fische.  Auf diesen Wert ist der Sauerstoffgehalt inzwischen wieder gestiegen, sagt Jörg Reinhold, Chef der Wasserbehörde.  Er hofft, dass der Sauerstoffgehalt weiter steigt. „Zehn Milligramm wären gut“, sagt er.

Proben im Labor ausgewertet

Warum so wenig Sauerstoff in der Geeste war, haben die Untersuchungen von Wasserproben im Labor bestätigt: Es lag an der starken Entwässerung von landwirtschaftlichen Flächen nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Zeit. Hinzu kam ein hoher Wasserstand der Weser, so dass das Wasser aus der Geeste nicht abfließen konnte. Außerdem wehte kaum Wind – der hätte sonst auch noch für „frische Luft“ im Fluss gesorgt. Auch die Wasserbehörden im Landkreis Cuxhaven haben die Geeste untersucht: Dort bietet sich das gleiche Bild.

 

Thorsten Brockmann

Thorsten Brockmann

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Thorsten Brockmann ist in Bremerhaven seit seiner Geburt zuhause. In der Bremerhaven-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG arbeitet er seit 1989, zu seinen Themenschwerpunkten gehören die Kreuzfahrtbranche, Wirtschaftsthemen und die Polizeiberichterstattung.