Ehrenamtliche kümmern sich um Kinder vom Leher Pausenhof

Der Pausenhof im Herzen des Leher Goetheviertels ist Lebensmittelpunkt für täglich bis zu 100 Kinder. Vor allem bulgarische Familien leben hier, sprechen kaum Deutsch. Doch ein ehrenamtliches Team investiert Zeit, Herzblut und Wissen.

Die Stadt hat schöne Spielgeräte aufgestellt: Die Mädels Luana und Tacey (links) spielen auf der begehrten Vogelnest-Schaukel. Hartmann

Spenden benötigt

„Wir bekommen keine Zuschüsse, keine Förderung“, erklärt Renate Prasse. Die 66-Jährige hat das Hof-Konzept aufgebaut und ist die Säule des Teams. Dankbar ist das Hof-Team über jede kleine Spende. Damit können Spielsachen angeschafft werden und Dreiräder oder auch Bälle, die bei den Kindern reißenden Absatz finden.

Ein Dutzend Ehrenamtliche kümmert sich um die Nachmittagsangebote für Familien und Kinder auf dem Leher Pausenhof. Rad- und Dreiradfahren, Malen mit Kreide, Klettern und Fußballspielen gehören dazu. Hartmann

Vertrauen und Regeln

Auf dem Hof an der Ecke Potsdamer-/Uhlandstraße finden die Kinder Verständnis, Gehör, Anerkennung. Und: Regeln. Wer sich nicht benimmt, kriegt Hof-Verbot. Weil auch viele der Mütter sich hier treffen, bauen die Ehrenamtlichen auch Vertrauen zu denen auf, die sich niemals zu einer der offiziellen Beratungsstellen wagen würden.

Wunsch: Raum im Lehe-Treff

Daher hat das Pausenhof-Team einen Traum: „Im umgebauten Lehe-Treff einen Raum zu bekommen, in dem wir Hausaufgaben betreuen und mit Frauen ins Gespräch kommen können“, betont Renate Prasse. Dringend gesucht werden auch neue Mitstreiterinnen, die Bulgarisch oder Russisch können oder einfach nur bei den Vorbereitungen für ein Halloween-Fest helfen können. Kontakt: 0471/17018876.