Die „Seute Deern“ in Bremerhaven wird noch nicht abgeschrieben

Der Anblick der einst stolzen Bark im Alten Hafen von Bremerhaven ist traurig. Doch obgleich die „Seute Deern“ auf dem Hafengrund  liegt und voll Wasser gelaufen ist, haben das  Deutsches Schifffahrtsmuseum, Bremerhavener Politik und auch der Sachverständige noch Hoffnung auf eine Rettung des gesunkenen Dreimasters.

Ursache nicht klar

Im Verlauf der Nacht hat sich die Schlagseite der „Seute  Deern“ leicht verändert. Der Rumpf hat sich ein paar Zentimeter von Steuerbord nach Backbord in Richtung Columbusstraße gedreht.  Die genaue Ursache für das Unglück ist zurzeit nicht ganz klar.

Sechs Pumpen ausgefallen

Ausgefallen sind auf alle Fälle sechs fest installierte Pumpen. „Vor vier Tagen war eine Pumpe am Bug ausgefallen, die haben wir aber durch eine andere Pumpe ersetzt“, stellte Konrad Otten, kaufmännischer Geschäftsleiter des Museums, klar. „Die Ersatzpumpe hat auch an einer anderen Stromleitung gehangen. Sie pumpte auch Freitagnacht noch.“

Mögliche Bergung

Der Sachverständige Hans-Joachim Möller wird jetzt die Sicherheit des Schiffes bewerten und anschließend einen Plan für das weitere Vorgehen für eine mögliche Bergung der Bark vorlegen.

Zahlreiche „Seh“-Leute warfen vom Radarturm aus einen Blick auf den Alten Hafen in Bremerhaven. Die Schieflage der „Seute Deern“ ist klar zu erkennen. Foto: Rabbel