Diskussion um die „Seute Deern“: Rückenwind für die Sanierung

32 Millionen Euro? Lohnt sich das denn überhaupt? Bei einem Vortrag im Deutschen Schiffahrtsmuseum zur Zukunft der „Seute Deern“ schlug das Stimmungsbarometer unter den knapp 300 Zuhörern eindeutig für die Sanierung des Schiffes aus.

Nachbau wäre billiger, aber …

Der Vorschlag, die Bark in Russland oder Portugal nachbauen zu lassen, fand nur wenig Fürsprache. „Was hätte das denn noch mit Bremerhaven zu tun?“, fragte ein Gast. Ein Nachbau würde vermutlich sogar billiger sein, bestätigte Yacht-Designer Torsten Conradi. Die Nachteile solch einer Lösung wären aber gravierend.

„Einzigartige Medienwirksamkeit“

Die derzeit favorisierte Variante, die „Seute Deern“ an Ort und Stelle in einer Schauwerft über acht Jahre hinweg zu sanieren, wäre eine Attraktion für viele Tausend zusätzliche Museumsbesucher und hätte eine „einzigartige Medienwirksamkeit“. Die könne mit einem Nachbau nicht erzeugt werden.

„Kein Cent vom Denkmalschutz“

Außerdem, so gab der ehemalige Museumsdirektor Hans-Walter Keweloh zu bedenken: „Für einen Nachbau würde die Deutsche Stiftung Denkmalschutz keinen Cent geben, die wären dann raus.“