Ein Neubürger fragt: Haben die Bremerhavener ihren Führerschein im Lotto gewonnen?

Christoph Käfer ist der Neue. Vor wenigen Wochen ist er von Flensburg nach Bremerhaven gezogen und arbeitet seitdem in der Onlineredaktion. Als Neubürger fallen ihm ständig Eigenarten in der Stadt auf, bei denen er sich fragt: Warum ist das eigentlich so? Denen geht er auf den Grund und schreibt jeden Mittwoch auf Nord24 darüber. Heute: Haben die Bremerhavener ihren Führerschein im Lotto gewonnen?

 Zweifel an der Fahrtüchtigkeit

Christoph Käfer ist ein Neubürger in Bremerhaven. Und einige Dinge kommen ihm komisch vor. Für nord24.de hat er nachgefragt, warum manches so ist, wie es ist.
Christoph Käfer ist ein Neubürger in Bremerhaven. Und einige Dinge kommen ihm komisch vor. Für nord24.de hat er nachgefragt, warum manches so ist, wie es ist. Foto: Scheschonka / Montage: Gefers

Zugegeben, die Frage in der Überschrift ist provokant. Sehr provokant sogar. Und sie kann natürlich sofort pauschal mit „Nein!“ beantwortet werden, obwohl sich bei einigen Autofahrern tatsächlich infrage stellen lässt, inwiefern sie eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen. Besonders für die Radfahrer.

Seeluft beim Radfahren genießen

Ja, ihr habt es beim Lesen der letzten Zeilen sicherlich schon festgestellt, ich gehöre zu der Radfahrer-Fraktion. Für mich gibt es nichts Schöneres, als an der frischen Seeluft kürzere Strecken, etwa zur Arbeit, mit dem Rad zurückzulegen statt mit dem Auto.

Mit Fehlern anderer rechnen

Richtig abschalten kann ich dabei leider nicht, denn als Radfahrer muss man ständig mit den Fehlern der motorisierten Verkehrsteilnehmer rechnen. Und in Bremerhaven, so mein Eindruck, ist das besonders extrem.

Rücksichtslose Autofahrer

Da rechnen umgekehrt offenbar viele Autofahrer überhaupt nicht mit Radfahrern und ignorieren diese auch gern einmal, wenn sie in eine Straße einfahren oder abbiegen. Mit Mühe konnte ich seit meinem Umzug hierher bereits etliche Male Zusammenstöße verhindern oder hatte Glück, dass die Autofahrer doch noch im letzten Moment gebremst haben.

Viele Beinahe-Unfälle

Und damit stelle ich gewiss keinen Einzelfall dar, dafür habe ich zuletzt zu viele Beinahe-Zusammenstöße zwischen Rad- und Autofahrern mitbekommen. Zum Glück ging in diesen Fällen immer alles glatt. Überhaupt wundert es mich, dass wir in der Redaktion nur sehr selten von Unfällen zwischen Rad- und Autofahrern im Stadtgebiet hören.

Großer Schutzengel

Das spricht auf jeden Fall für die Fahrkünste von beiden, Chapeau! Und für einen großen Schutzengel der Fahrradfahrer. Aber der sollte auch nicht überstrapaziert werden. Also liebe Autofahrer, nehmt doch bitte ein wenig mehr Rücksicht, wir Fahrradfahrer werden es euch danken.