Einige Pinguins-Spieler sind nur schwer zu halten

Die Fischtown Pinguins haben bei ihren Neuverpflichtungen für das „Abenteuer“ DEL ein glückliches Händchen gehabt. Spieler wie Rob Bordson, Jeremy Welsh und Jack Combs sind eingeschlagen wie eine Bombe. Die Fans würden sich freuen, wenn diese Leistungsträger ihre Verträge bei den Pinguins verlängern. Doch die Anhänger sollten sich nicht allzu große Hoffnungen machen.

Pinguins-Profis bekennen sich zum Standort

Die Spieler fühlen sich in Bremerhaven wohl. Das ist kein Geheimnis. Die familiäre Atmosphäre bei den Pinguins gibt es tatsächlich. Und so haben Bordson und Combs wenig überraschend öffentlich verkündet, dass sie sich eine Fortsetzung ihrer Karriere in Bremerhaven durchaus vorstellen könnten. Hört sich toll an – vor allem für die Fans. Auch die Pinguins-Offiziellen freuen sich über Bekenntnisse der Profis zum Standort. Aber die ganze Geschichte hat auch eine andere Seite. Sie trägt den Titel: Geld regiert das Geschäft.

Prey: Lob ist die Bestätigung der eigenen Arbeit

„Es ist wirklich ein tolles Gefühl, wenn sich deine Spieler lobend über die Organisation äußern. Ist ja schließlich auch eine Bestätigung deiner Arbeit“, sagt Teammanager Alfred Prey. „Problematisch ist es nur dann, wenn du mit Angeboten anderer Klubs in Konkurrenz stehst. Da können die Spieler plötzlich zwei- oder dreimal so viel Geld verdienen wie in Bremerhaven. Dann haben wir bei den Pinguins schlechte Karten.“

Die Pinguins gehen auch in der neuen Saison kein wirtschaftliches Risiko ein

Die Pinguins bleiben ihren Grundsätzen treu. Der Gesamtetat in Höhe von 3,8 Millionen Euro wird auch in der kommenden Saison nicht gesprengt. Das funktioniert nur mit solidem Wirtschaften. Spieler, die für 100.000 Euro netto in der Saison antreten, wird es am DEL-Standort Bremerhaven nicht geben. Die lassen sich nicht finanzieren. Nicht heute, nicht morgen.

Spieler müssen sich ein finanzielles Polster anlegen

Tatsächlich soll es für Bordson und Combs sowie für Torhüter Jerry Kuhn schon lukrative Angebote von anderen Klubs geben. Es ist nur verständlich, dass die Spieler andere Optionen neben der einer Vertragsverlängerung bei den Pinguins prüfen. Die Eishockeyprofis stehen unter Druck. Sie können ihren Job nur für eine begrenzte Anzahl an Jahren ausüben und müssen den Zeitraum ausnutzen, ein finanzielles Polster anzulegen. „Ich kann die Spieler dann verstehen, wenn sie sich für einen anderen Klub entscheiden“, sagt Teammanager Prey. „Nach außen hin sieht das aber oft anders aus. Da heißt es dann: Der Spieler wollte doch bleiben, er fühlte sich wohl, aber die blöden Pinguins bekommen das nicht hin. Das ärgert mich. Denn am Ende ist oftmals nur das Geld entscheidend.“