Eiserne Hochzeit in Lehe: Die erste Abfuhr gab’s im Tivoli

Als Günter Rebbe 1949 aus russischer Gefangenschaft nach Hause zurückkam, stach ihm die junge Eva auf der Hafenstraße in Bremerhaven schnell ins Auge.

Erste Begegnungen auf dem Arbeitsweg

„Ich wohnte in Lehe und ging oft auf der Hafenstraße spazieren“, erinnert sich der 91-Jährige. Seine künftige Braut arbeitete beim Friseur Linder, gegenüber der Pauluskirche. Sie wohnte am Leher Tor und sie begegnete ihm häufig auf ihrem Arbeitsweg, den sie zu Fuß ging.

Immer in den Ausschnitt geguckt

Im „Tivoli“ forderte er sie dann nach einer Zeit zum Tanzen auf – und hatte sich schon die erste Klatsche eingefangen. „Sagen Sie mal, was gucken Sie mir denn immer in den Ausschnitt? habe ich ihn gefragt. Da hat er mich dann nur frech angelächelt“, erinnert sich Eva Rebbe.

Ja-Wort in der Pauluskirche

Auch nach mehreren Begegnungen beim Tanzen ließ sie ihn noch zappeln. Doch am Ende hatte sich der Aufwand gelohnt, denn 1953 gaben sie sich das Ja-Wort in der Pauluskirche.

Häufige Besuche in Amerika

Sie wurden Eltern einer Tochter und eines Sohnes. Günter Rebbe arbeitete bei der Polizei und wurde als Hauptkommissar Abteilungsleiter bei der Schutzpolizei. Eva Rebbe kümmerte sich um den Haushalt. Oft besuchten sie ihre Tochter in Amerika, wo auch noch drei Enkel und fünf Urenkel leben. (ssw)

Vor 65 Jahren heirateten Eva und Günther Rebbe. Foto/Repro: Masorat