Endspurt für das Silvester-Feuerwerk

Der kleinste Kunde ordert einen Karton voller Raketen, der größte 15 000 Paletten vollgepackt mit Feuerwerk. Am vierten Advent soll gut ein Drittel des deutschen Silvesterfeuerwerks vom Weddewardener Überseering aus ins Land geschickt worden sein – Endspurt bei Comet. Aus China wurden seit dem Sommer 1000 große Seecontainer nach Bremerhaven geschickt. Um Millionen einzelne Artikel neu zu verpacken und die Bestellungen der Kunden zusammenzustellen, wurde die Belegschaft seitdem auf 200 Mitarbeiter beinahe verdreifacht – Saisonarbeit.

Edeka größter Kunde

Im Logistikzentrum stehen Paletten für Marktkauf in Wunstorf, Rewe in Karlsruhe oder auch für beinahe jeden OBI-Baumarkt im Land. Die Kette hat Comet 340 verschiedene Aufträge erteilt – das ergibt 2500 Paletten, bepackt vom Knallfrosch bis zum System-Feuerwerk, wo ein Streichholz reicht, um 168 Schuss auszulösen. Größter Kunde aber sei die Edeka-Gruppe, sagt Vertriebsleiter Andreas Reimer. Bestellt wurden 300 000 Pakete.

Über 30 000 Verkaufsstellen

Seit Mitte November ist das Feuerwerk schon unterwegs zu Zwischenlagern und auch Einzelhändlern, 100 Lkw haben sich in der Spitzenzeit täglich von Bremerhaven aus auf den Weg gemacht. Gearbeitet wird rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche. Beliefert werden mehr als 30 000 Verkaufsstellen in Deutschland – auf Kommission. Was nicht verkauft wird, darf im Januar zurückgeschickt werden. Das Unternehmen rechnet wieder mit einem Umsatz von rund 75 Millionen Euro.

Trend geht zum Profi-Feuerwerk

Comet hat viele Neuheiten auf den Markt gebracht: Sie heißen „Spectre“ und kommen mit gefächerten Salvenschüssen, Craklingsternen und Goldschweif daher, schießen als „Beat down“ rote Sterne mit Goldglitzer in 45 Meter Höhe oder sollen als „Heart of Fireworks“ die Herzen von Pyromanen höher schlagen lassen. Der Trend ist eindeutig: Er geht in Richtung eines Profifeuerwerks.

Thorsten Brockmann

Thorsten Brockmann

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Thorsten Brockmann ist in Bremerhaven seit seiner Geburt zuhause. In der Bremerhaven-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG arbeitet er seit 1989, zu seinen Themenschwerpunkten gehören die Kreuzfahrtbranche, Wirtschaftsthemen und die Polizeiberichterstattung.