Energiereicheres H-Erdgas: Versorger passen alle Herde und Thermen an

Ab 2021 wird das Erdgas im Versorgungsnetz der Seestadt „energiereicher“. Grund ist die Umstellung auf das sogenannte H-Gas. Dafür müssen ab Ende 2019 alle gasbetriebenen Geräte erfasst und gegebenenfalls angepasst werden. In der Stadt Bremen arbeitet Netzbetreiber Wesernetz schon seit 2016 auf Hochtouren an der Umstellung. Im Anschluss ist Bremerhaven an der Reihe.

Umgestellt wird bundesweit bis zum Jahr 2030. „Bisher wird das sogenannte L-Gas aus den Niederlanden verwendet“, erläuterte Friedhelm Strudthoff, Bereichsleiter bei Wesernetz und verantwortlich für die Umstellung. Weil die Fördermengen aber immer weiter zurückgingen, werde die Versorgung in Deutschland auf das sogenannte H-Gas, das zu großen Teilen aus Russland und Norwegen kommt, umgestellt – nach einem genau festgelegten Zeitplan.

Etwa 37 000 Geräte betroffen

Allein in Bremerhaven sind etwa 28 000 Haushalte betroffen mit circa 37 000 Geräten – vom Gasherd bis zur Therme. Und jedes dieser Geräte will Wesernetz auf das neue Gas umrüsten, bei rund 21 000 Typen kein leichtes Unterfangen. Doch nicht immer lassen sich Geräte umrüsten. Bei 98 Prozent der Geräte klappt es, bei weniger als zwei Prozent nicht. „Dann muss der Kunde tätig werden und sich eine neue Anlage kaufen“, bedauert Strudthoff.

„Als Erstes bekommen alle Gaskunden – egal, von welchem Versorger sie Gas beziehen – Post von uns“, erläutert Strudthoff. Dieses Schreiben kommt drei Monate, bevor ein Termin zur Erfassung der Geräte vorgeschlagen wird.