Forschungsschiff legt für 400. Einsatz ab

Das Forschungsschiff „Walther Herwig III“ nimmt an diesem Sonnabend Kurs auf Grönland. Sie ist zum 400. Male im Dienste der Fischereiforschung unterwegs. Doch diese Expedition ist auch noch aus einem zweiten Grund bedeutsam.

Denn die Reise ist zugleich der 35. Durchgang des Grönland-Surveys. Darunter verstehen die Wissenschaftler am Thünen-Institut für Seefischerei ein alljährliches Erfassungsprogramm arktischer Fischbestände. Wichtigste Arten dabei sind Kabeljau und Rotbarsch.

Klimawandel im Blick

Bei dem Programm geht es auch um die Auswirkungen des Klimawandels auf arktische Gewässer. Und die verändern sich durch die steigende Wassertemperatur. Fahrtleiter Dr. Heino Fock und seine Kollegen beobachten, dass sich das Vorkommen von bestimmter Fischarten in den Norden verschieben.

Langer Einsatz des Forschungsschiffes

Die Fahrt Richtung Grönland ist einer der längeren Einsätze für die „Walther Herwig“. Sie wird mehr als 5500 Seemeilen zurücklegen und auch über den nördlichen Polarkreis fahren. Werden die 35 Jahre zusammen gerechnet, hat das Forschungsschiff schon neun Mal den Globus umrundet. Am 23. November wird die „Walther Herwig“ in Bremerhaven zurück erwartet.

 

 

 

Ursel Kikker

Ursel Kikker

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Ursel Kikker hat bei der Nordsee-Zeitung volontiert. Danach wechselte sie zur Kreiszeitung Wesermarsch und absolvierte ein paar Jahre später ein Biologie-Studium an der Universität Oldenburg. Seit 1995 berichtet sie wieder aus Bremerhaven. Ihr Schwerpunkt sind Wissenschaftsthemen.