Sturmtief „Friederike“ in Bremerhaven und umzu: 24 Unfälle und langsame Züge

Schnee und Glätte haben am Donnerstagvormittag in Bremerhaven und im Cuxland für etliche Unfälle gesorgt. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Im Eisenbahnverkehr wurde das Tempo gedrosselt.

Klassische Auffahrunfälle

Die Polizei in Bremerhaven registrierte 14 Unfälle – meistens ging es dabei um klassische Auffahrunfälle. „Schwerer verletzt wurde niemand, einige Beteiligte zogen sich kleinere Blessuren zu“, so ein Sprecher der Polizei.

Autofahrer rammt Laternenmast

Eine heftigere Kollision gab es derweil in der Lange Straße in Lehe. Dort stieß ein Autofahrer wegen nicht angepasster Geschwindigkeit gegen einen Laternenmast. Anschließend flüchtete der Fahrer.

Bremerhaven Bus mit Verspätungen

Im Linienverkehr von Bremerhaven Bus kam es am Donnerstagmorgen zu Verspätungen. Betroffen war das gesamte Liniennetz. Zum Mittag hin normalisierte sich die Situation.

A27: Laster rutscht in den Seitenraum

Im Cuxland gab es acht Verkehrsunfälle mit einem Verletzten. Für die größten Behinderungen sorgte ein Laster auf der A27 zwischen den Anschlussstellen Debstedt und Neuenwalde. Das Fahrzeug war in den Seitenraum gerutscht und musste mit einem Spezialkran wieder auf die Straße gehoben werden.

Vollsperrung dauert drei Stunden

Die Autobahn musste deshalb in Richtung Cuxhaven für drei Stunden voll gesperrt werden. Kurios: Der Laster blieb trotz des Unfalls ohne Schaden. Der 38 Jahre alte Fahrer aus Bremerhaven konnte seine Tour fortsetzen.

Züge fahren langsamer

Im Schienenverkehr sorgte „Friederike“ in Bremerhaven und umzu für keine Schäden. Allerdings gab es trotzdem ein Problem: DB Netz als zuständiges Unternehmen für die Schieneninfrastrukur ließ vormittags als Vorsichtsmaßnahme die Höchstgeschwindigkeit auf allen Strecken auf Tempo 80 drosseln. Das führte bei den RE-Verbindungen nach Osnabrück und Hannover sowie bei der Nordwestbahn zu Verspätungen.

DB Regio stellt mittags den Verkehr komplett ein

Gegen 14 Uhr stellte DB Regio den Verkehr komplett ein. Später stellte die Bahn bundesweit den Verkehr ein. Die Nordwestbahn fuhr zunächst mit reduzierter Geschwindigkeit weiter. Gegen 18 Uhr nahm die Bahn den Verkehr auf einigen Strecken wieder auf. Darunter die Strecke zwischen Bremerhaven und Bremen. Die Weiterfahrten von Bremen nach Osnabrück oder Hannover blieben bis Betriebsschluss eingestellt.

Dauerkurzschluss bei Stade

Probleme im Eisenbahnverkehr gab es auf der Strecke von Cuxhaven nach Hamburg. Hier sorgte der Schnee zwischen Stade und Horneburg für einen Dauerkurzschluss. Die Züge konnten nicht fahren. Es gab einen Schienenersatzverkehr.