Frühchenstation in Bremerhaven: Zukunft bleibt ungewiss

Drei Wochen vor einer drohenden Schließung der Frühchenstation in Bremerhaven ist nur eines klar: Alles ist unklar. Die seit Monaten laufenden Verhandlungen zwischen Klinikträgern, Behörden, Politik und Kassen haben noch zu keinem Durchbruch geführt.

Unsicherheit für Risikoschwangere

Offen ist daher, ob das Klinikum Reinkenheide künftig die Versorgung von Frühchen und Kindern von Ameos übernimmt. Für Risikoschwangere, die kurz vor der Entbindung stehen, bleibt ein Gefühl der Unsicherheit. Der Widerspruch beginnt bei Aussagen zur Versorgung ab Mai. „Ameos hat uns zugesichert, dass auch im Mai die Versorgung sichergestellt ist“, sagt die Sprecherin des Gesundheitsressorts, Christina Selzer.

Ameos: Acht Dienste im Mai sind unbesetzt

Ameos-Regionalgeschäftsführer Lars Timm sagt hingegen auf Nachfrage der NORDSEE-ZEITUNG: „Derzeit sind noch acht ärztliche Dienste für den Monat Mai offen, die wir besetzen wollen. Die Bewerberlage wird sich bei einem Fortbestand dieses Konstrukts nicht verbessern, sondern die Situation in Kürze unlösbar verschärfen.“ Damit meint er, dass sich die Frühchenstation in Reinkenheide befindet und die Kinderklinik am Bürgerpark.

Worum es bei den Verhandlungen rund um die Frühchenstation geht, lest ihr Freitag in der NORDSEE-ZEITUNG.

Denise von der Ahé

Denise von der Ahé

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Redakteurin/Korrespondentin im Bremer Büro der NORDSEE-ZEITUNG. Kam nach Stationen bei der Saarbrücker Zeitung und der Braunschweiger Zeitung immer weiter Richtung Norden. Sie berichtet aus Bremen über alles, was dort entschieden wird und für Bremerhaven spannend und wichtig ist.