Bremerhaven: Fünf Jahre Knast für Messer-Attacke aus Eifersucht

Er war eifersüchtig, wütend und er suchte die Auseinandersetzung, für die er sich mit einem Messer gerüstet hatte: Weil er den neuen Lebensgefährten seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau mit zwei wuchtigen Messerstichen lebensgefährlich verletzt hat, muss der 32 Jahre alte Filipe C. aus Bremerhaven in den Knast. Vor dem Landgericht Bremen wurde er wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt.

Täter sticht bei Rangelei zu

Das 28 Jahre alte Opfer war am 3. Dezember vergangenen Jahres mit seiner Freundin in der Wülbernstraße unterwegs. Der Täter fuhr hier ebenfalls mit dem Auto entlang. Er stieg aus, und zwar mit einem Messer in der Hand: „Ich will mit ihr reden, ich bring dich um“, rief Filipe C.. Es kam zu einer Rangelei mit dem Opfer, während die Frau vor ihrem Noch-Ehemann floh. Bei dieser Rangelei stach der Täter zu.

Anwalt hatte geringere Strafe erwartet

Das Gericht ging mit dem Strafmaß über die dreijährige Haftstrafe hinaus, die die Verteidigung gefordert hatte. Es folgte aber auch nicht der Staatsanwaltschaft, die sechseinhalb Jahre gefordert hatte. Anders als die Ankläger sah das Gericht keinen Tötungsvorsatz. Die Angehörigen des Täters empfanden das Urteil mit fünf Jahren Knast gleichwohl als zu hoch.