Gemobbt und verprügelt: Bremerhavener Jugendliche packen aus

Gewaltbereite Jugendliche setzen Mitschüler unter Druck, greifen Polizisten an, vergreifen sich an Passanten und an fremdem Eigentum. Beim ersten Bremerhavener Fachtag haben rund 50 Mitarbeiter vieler Institutionen darüber diskutiert. Fünf Jugendliche haben erzählt, wie ihnen Gewalt angetan wurde.

„Nicht ernst genommen“

Auf dem Schulhof, berichtet eine 12-Jährige, kommt es immer wieder zu heftigen Prügeleien unter Jungs. Dass an den Schulen massiv gemobbt, oft auch zugeschlagen wird, erzählen sie alle. Und sie klagen an: „Bei Schulleitern, Vertrauenslehrern und Sozialpädagogen werden wir und andere Betroffene nicht ernst genommen“, sagt Maximilian.

„Vorfälle verharmlost“

Kjell betont: „Vorfälle auf dem Schulhof, Prügeleien, werden meistens verharmlost.“ Und Justice erklärt: „Unsere Vertrauenslehrerin hat nur gesagt: Hier wird nicht gemobbt. Und dann ist das gefälligst so.“

Cyber-Mobbing zerstört Leben

Jannick ist wegen seines Outfits verbal und auch tätlich angegriffen worden. Auch im Internet. „Das ist ein riesiger Verbreitungsraum für solche Sachen“, sagt Kjell. „Wenn da bei Whats-App oder im Chatroom herumgeht ‚du siehst kacke aus‘ – damit kannst du ein Leben kaputt machen.“

Welche Übergriffe die Jugendliche noch an den Schulen erleben, lest ihr am Donnerstag in der NORDSEE-ZEITUNG.