Gerettete Möpse und Katze: Staatsanwaltschaft ermittelt

Vor zwei Wochen hat die Polizei zwei Möpse in Lehe aus einer verdreckten Wohnung gerettet. Auch eine Katze wurde von Polizeibeamten am selben Tag befreit, nachdem sie vermutlich gequält wurde. Die drei Tiere werden seitdem im Bremerhavener Tierheim aufgepäppelt. Doch wie es weiter geht, ist noch unklar. 

Hinweise auf Tierquälerei

„Den Möpsen geht es sehr gut“, sagt Tierheimleiterin Amelie Bensch. Zwar seien die Tiere anfangs ungepflegt gewesen, doch trotzdem sehr zutraulich und verspielt. Schlechter steht es um die gerettete Katze: „Ihr Zustand war sehr schlecht. Vieles hat auf Quälerei hingewiesen.“ Die Katze sei sehr ängstlich, ließ sich nicht anfassen, fraß nicht. „Mittlerweile frisst sie immerhin wieder“, sagt Bensch.

Besitzverhältnisse ungeklärt

Doch wie es mit den Tieren nun weitergeht, ist noch ungeklärt. Die Polizei hat die zwei Möpse und die Katze sichergestellt, im Tierheim werden sie vorübergehend gepflegt.

Staatsanwaltschaft prüft

Beide Fälle müssen nun von der Staatsanwaltschaft geprüft werden. Zu der Katze gebe es bereits einen Vorgang, bei den Möpsen seien die Unterlagen „auf dem Postweg“, so Oliver Constien, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Bremerhaven. Die Staatsanwaltschaft prüfe aber bereits, ob der Katzenhalter gegen das Tierschutzgesetz verstoßen habe.

Tierheimleiterin fordert Tierhalteverbot

Besonders im Fall der gequälten Katze hofft Bensch auf eine durchgreifende Entscheidung: „Wir hoffen, dass wir die Katze dieser Person nicht zurückgeben müssen. In solchen Fällen sprechen wir uns ganz klar dafür aus, dass der Halter ein Tierhalteverbot bekommt.“

Stefanie Jürgensen

Stefanie Jürgensen

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Stefanie Jürgensen kommt aus Schleswig-Holstein. Sie hat Öffentlichkeitsarbeit in Kiel und Norwegen studiert und absolviert ein Masterstudium im Bereich Journalismus in Kiel. Im September 2016 hat sie ein Volontariat bei der NORDSEE-ZEITUNG begonnen.