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Glück im Grünen: Kleingärten sind noch immer gefragt

Zahlreiche Laubenbrände und Flächenaufgaben seitens der Kleingärtner: Die neuesten Entwicklungen in Bremerhaven lassen dunkle Wolken über dem grünen Idyll zwischen Gartenzwergen, blühenden Rabatten und Tomatensträuchern vermuten. Doch dem ist nicht so. Das Kleingärtnerwesen blüht weiterhin.

Kein Brandproblem in den Kleingärten des Bezirksverbandes

„Wir haben hier keine Laubenbrände“, distanziert sich Gerd Mindermann, Vorsitzender des Bezirksverbands der Gartenfreunde Bremerhaven-Wesermünde, von dem derzeitigen Phänomen der Buden, die auf „wilden“ Gärten immer wieder in Flammen stehen. Diese Gärten seien keinem Verein angeschlossen, betont er.

Kleingärtner geben Fläche ab

Ebenso werfe das Gebiet „Ackmann“ ein falsches Bild auf das Kleingartenwesen in Bremerhaven, versichern die Kleingärtner. Der „Ackmann“ ist ein Gebiet von 66 000 Quadratmetern Fläche, dessen Rückgabe an den Verpächter, dem Magistrat, derzeit in enger Abstimmung zwischen Kleingartenverband und Stadt gestaltet wird. Eine Welle von altersbedingten Aufgaben und Gartennomaden hatte den Verein in Schieflage gebracht, weil die Pachteinkünfte ausblieben.

Lediglich 4 bis 5 Prozent der Gärten stehen leer

Das „Ackmann“-Problem lasse sich jedoch nicht verallgemeinern. „Wir haben im Bezirksverband mit 14 Kleingartenvereinen 1436 Gärten“, sagt Reinhard Scholz, Schriftführer  im Bezirksverband. Zehn der Vereine befinden sich im Stadtgebiet, vier liegen im Landkreis Cuxhaven. „Wir haben einen Leerstand von 4 bis 5 Prozent“, nennt er eine Zahl, die keinen Anlass zur Beunruhigung gibt.  Junge Familien interessierten sich zunehmend für den eigenen Kleingarten.