„Gorch Fock“-Ermittler untersuchen auch Verteidigungsministerium

Bei den Ermittlungen zur überteuerten Sanierung des Segelschulschiffes „Gorch Fock“ will die zuständige Staatsanwaltschaft Osnabrück auch die Arbeit des Verteidigungsministeriums in den Blick nehmen.

Ergibt sich ein Anfangsverdacht?

Dafür seien Unterlagen an die Staatsanwaltschaft Berlin weitergeleitet worden, sagte der Sprecher der Behörde in Osnabrück, Christian Bagung. In Berlin solle geprüft werden, ob sich ein Anfangsverdacht der Untreue gegen Mitarbeiter des Ministeriums ergibt.

135 Millionen Euro statt 10 Millionen Euro

Dabei gehe es um die Vorlagen im Ministerium, mit denen jeweils die Kostensteigerungen bei der Sanierung der „Gorch Fock“ begründet worden seien. Statt knapp 10 Millionen Euro soll die Überholung des Traditionsseglers mittlerweile 135 Millionen Euro kosten. (dpa)