„Gorch Fock“: Krisentreffen am Donnerstag

Am Donnerstag soll es ein Krisentreffen zum Segelschulsschiff „Gorch Fock“ geben. Einen Medienbericht, wonach es bei dem Treffen um die konkrete Zukunft des Schiffes geht, wies das Verteidigungsministerium zurück.

„Zukunft steht nicht zur Debatte“

Focus Online hatte unter Berufung auf Marinekreise berichtet, dass es bei dem Treffen darum gehen sollte, ob sich eine Reparatur des Schiffes noch lohnt oder nicht. Am Sonntag hieß es jedoch aus dem Verteidigungsministerium, dass die Zukunft der „Gorch Fock“ aktuell nicht zur Debatte stehe.

Überblick über die Sanierungen

Zwar ist für Donnerstag ein hochrangiges Treffen zu dem Schiff geplant, an dem unter anderem Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) und der Inspekteur der Marine, Andreas Krause, teilnehmen sollten, wie ein Ministeriumssprecher am Sonntag bestätigte. Es gehe aber nur darum, sich einen Überblick über den Stand der Sanierungen verschaffen.

15 Jahre für einen Ersatz

Für den Fall, dass die „Gorch Fock“ doch außer Dienst gestellt wird, befürchtet der Deutsche Bundeswehrverband, dass es aufgrund der umfangreichen Beschaffungsregularien 15 Jahre dauern werde, bis ein Ersatz einsatzfähig wäre.

Korruptionsverdacht

Die „Gorch Fock“ wird seit Anfang 2016 saniert. Die Kosten dafür sind völlig aus dem Ruder gelaufen und werden mittlerweile auf 135 Millionen Euro beziffert. Gegen einen Mitarbeiter des Marinearsenals Wilhelmshaven wurden jüngst Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts eingeleitet. (dpa)