Grassierende Grippe ist gefährlich für ältere Menschen

Die Zahl der Grippefälle steigt. Ein Experte mahnt insbesondere ältere Menschen dazu, die Symptome ernst zu nehmen.

Zirkulierender Influenza-AH3N2-Virus löst bei älteren Menschen schweren Krankheitsverlauf aus

Angesichts der starken Grippewelle warnt der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) davor, die Krankheit zu unterschätzen. „Jeder, der sich krank fühlt und ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf hat, also ältere Menschen oder Personen mit chronischen Vorerkrankungen, sollte seinen Hausarzt konsultieren“, sagte Lothar Wieler in einem Interview. Das derzeit zirkulierende Influenza-AH3N2-Virus sei dafür bekannt, dass es bei älteren Menschen zu schweren Krankheitsverläufen führe.

Bereits 85 Todesfälle durch die Grippe im Bundesgebiet

„Offiziell gemeldet sind bisher 27 000 Grippefälle aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter 85 Todesfälle, insbesondere bei älteren Menschen. „Es werden jedoch lange nicht alle gemeldet“, so Wieler. Eine Grippeschutzimpfung könne noch sinnvoll sein, auch wenn der Aufbau des Impfschutzes etwa 14 Tage dauere. Unabhängig vom Impfstatus sollten alle Menschen die Hygieneempfehlungen beachten. Wieler rät, häufiger nach dem Händeschütteln die Hände gründlich zu waschen.