Greenpeace-Protest in Bremerhaven: Polizei ermittelt gegen Demonstranten

Die Greenpeace-Protestaktion an einem Autotransporter im Nordhafen in Bremerhaven wird ein Nachspiel haben: Die Polizei wird Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch stellen.

80 Aktivisten

Am Samstagmorgen hatten der Polizei zufolge etwa 80 Greenpeace-Aktivisten im Nordhafen in  Bremerhaven gegen klimaschädliche Autos protestiert. Dabei besetzten sie die Verladerampe eines Autotransporters und verhinderten das Entladen des Schiffes. Die Polizei aus Bremen war mit Unterstützung der Kollegen aus Bremerhaven mit zahlreichen Kräften vor Ort.

Mit Schlauchbooten

Der Hafen ist ein geschützter Bereich und unterliegt dem Hausrecht des Betreibers. Deshalb kamen die Greenpeace-Aktivisten mit Schlauchbooten aus dem frei zugänglichen Jachthafen in den Sicherheitsbereich des Nordhafens. Dort besetzten etwa 40 Demonstranten die Rampe des Autofrachters und hinderten somit die Mitarbeiter am Entladen der Fahrzeuge.

Mitarbeiter behindert

Weitere Aktivisten seilten sich am Heck des Schiffes ab und brachten dort ein Transparent an. Fünf Fahrzeuge die sich während des Protests auf der Laderampe befanden, wurden durch die Demonstranten mit Parkkrallen versehen.

Friedlicher Verlauf

Die Aktivisten wurden dabei von weiteren Teilnehmern an Land unterstützt, so dass insgesamt 80 Personen an der Aktion beteiligt waren. Die Polizei löste die Blockade auf.  Der Einsatz sei friedlich verlaufen,  ohne Verletzte.

Maike Wessolowski

Maike Wessolowski

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In Remscheid, der "Seestadt auf dem Berge", aufgewachsen. Nach beruflicher und privater Wanderschaft durch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen hat sie in der Seestadt Bremerhaven festgemacht. Dort, wo schon der Opa am liebsten Schiffe geguckt hat, will sie Menschen und ihre spannende Geschichten entdecken.