Großeinsatz der Bundespolizei: Bauunternehmer aus Bremerhaven im Visier

Die Bundespolizei und der Zoll haben am Mittwochvormittag Wohnungen, Baustellen, Unterkünfte und Firmen in Bremerhaven und im Cuxland sowie in Hamburg und Schleswig-Holstein durchsucht. Im Visier soll dabei ein Bauunternehmer aus der Seestadt stehen.

Insgesamt acht Beschuldigte

Hauptbeschuldigter ist ein 36-jähriger Bauunternehmer aus Bremerhaven. Überdies werden sieben weitere Personen beschuldigt, den Bremerhavener bei seinen Taten unterstützt zu haben.

Illegale Arbeitnehmer beschäftigt

Der 36-Jährige steht im Verdacht, Ausländer illegal beschäftigt und auf Baustellen in Norddeutschland eingesetzt zu haben. Dadurch hielten sich die illegalen Arbeitnehmer unerlaubt in Deutschland auf. Die Ausländer stammen überwiegend aus der Ukraine sowie der Republik Moldau.

Gefälschte Pässe

Sie wurden jedoch als Arbeitskräfte litauischer Unternehmen ausgegeben und mit gefälschten Pässen verschiedener EU-Mitgliedstaaten ausgestattet. Auf diese Weise sollten die illegalen Arbeitnehmer bei Kontrollen nicht auffallen.

Schaden im Millionenbereich

Die Polizei schätzt den Schaden, der in den Sozialkassen entstanden ist, auf eine Summe im Millionenbereich. Die Bundespolizei durchsuchte am Mittwoch insgesamt 18 Wohnungen, 21 Baustellen und zehn Unterkünfte. Auf Baustellen wurden nach Angaben der Bundespolizei 70 Menschen erkennungsdienstlich behandelt und vernommen.