Hafenarbeiter in Bremerhaven auf Krawall gestimmt

Mehrere Hundert Hafenarbeiter haben beim SPD-Zukunftsforum in der Stadthalle  Bremerhaven ihrem Unmut Luft gemacht. Sie regten sich über Billiglöhner auf dem Terminal mit einem ohrenbetäubenden Trillerpfeifenkonzert auf. Regierungschef Carsten Sieling und Wirtschaftssenator Martin Günthner (beide SPD) versuchten, die Gemüter zu beruhigen. Sie versprachen, konkreten Hinweisen auf Missstände nachzugehen.

Angst um Arbeitsplätze

Mobilisiert hatten die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD. Sie sprachen von Tarifbruch und werfen der BLG vor, durch die Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern und unter Tarif beschäftigten Aushilfskräften den sozialen Frieden in den Häfen zu gefährden. Etliche Diskussionsteilnehmer machten deutlich, dass sie Angst um ihren Arbeitsplatz hätten.

Hinweise auf Dumpinglöhne

Hinweisen auf Dumpinglöhne für Leiharbeiter müsse man nachgehen, meinte Regierungschef Carsten Sieling. Martin Günthner beschwor die Kontrahenten, miteinander zu reden, anstatt sich die Vorwürfe gegenseitig um die Ohren zu hauen.

„Da sind Schlägertrupps unterwegs“

Nachgehen will die Politik auch Hinweisen, wonach Mitarbeitern von Leiharbeitsfirmen ungeprüft Zugang zum Terminalgelände gewährt wird. Einige von denen seien auch noch aggressiv gegenüber der Stammbelegschaft. Da seien regelrechte Schlägertrupps unterwegs, meinte einer der Arbeiter.