Happyend? Abgeschobener Roma-Junge zurück in Bremerhaven

Der nach Mazedonien abgeschobene Roma-Junge Zijush ist wieder zurück in der Klasse 7c der Schule am Ernst-Reuter-Platz in Bremerhaven. Für die Mitschüler der Beleg dafür, dass sich das System Abschiebung mit Freundschaft und Mitmenschlichkeit überwinden lässt. Ein Happyend mit Fragezeichen.

Klasse hält Kontakt zu Roma-Jungen

Die Klassenkameraden des 13-Jährigen, der Anfang des Jahres mit seinen Eltern und seiner Schwester ausreisen musste, hatten täglich Kontakt übers Internet gehalten. Klassenlehrerin Christine Carstens flog sogar zweimal in die Hauptstadt Skopje, um sich selbst ein Bild davon zu machen, ob Mazedonien zu Recht als sicheres Herkunftsland gilt.

Erschütternde Eindrücke aus Skopje

Die Eindrücke, die sie aus dem berüchtigten Shutka-Slum mitbrachte, waren erschütternd. „Dort herrscht bittere Armut und Gewalt“, sagt sie. Nun will die Familie einen letzten verzweifelten Versuch starten, in Bremerhaven Bleiberecht zu erhalten.

Doku-Film geplant

Außerdem ist ein Film in Vorbereitung, der die Geschichte des Jungen und den Zusammenhalt der Klasse  dokumentieren soll. Gedreht wurde dafür in Mazedonien und in Bremerhaven. Premiere soll im Frühjahr sein.