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Helfer in der Not: Udo Ahrens ist seit über 60 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz aktiv

Mehrere Büchlein hält der Bremerhavener Udo Ahrens in der Hand. In manchen von ihnen ist der heute 75-Jährige noch ein junger Mann mit Tolle im Haar. „Mit ordentlich Brisk drin“, sagt Ahrens lächelnd. Der Inhalt der Dienstbücher, die ihn als Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes identifizieren, künden von seinem jahrzehnte währenden Einsatz für die Organisation.

Dutzende Kurse belegt

Stempel zeugen von Dutzenden Kursen die er belegte, um Menschen helfen zu können. Und das tat er. In einem italienischen Erdbebengebiet ebenso wie in Kinderkrankenhäusern in Kaliningrad. Vor mehr als 60 Jahren, ganz genau im Jahr 1955, trat Udo Ahrens in das Deutsche Rote Kreuz ein. „An 46 Lehrgängen habe ich in all den Jahren teilgenommen“, sagt Ahrens stolz, der in der Bremerhavener Stadthalle ebenso Dienst tat wie im Stadttheater, gebrochene Finger erstversorgte oder auch älteren Männern, die sich die Krawatte zu eng geschnürt hatten, half.

Einsatz in Trümmern

Doch es gab auch spektakuläre Einsätze für den gelernten Tischler, der später beim Bremerhavener Magistrat arbeitete und ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz bis zum Kreisbereitschaftsleiter aufstieg. Anfang der 1980er Jahre war er in den Trümmern des italienischen Ortes Teora unterwegs.  Andere Einsätze führten Ahrens ebenfalls über die Grenzen Deutschlands hinaus. So brachte er 1991 Brutkästen und andere Krankenhausausrüstung in ein Kinderkrankenhaus nach Kaliningrad.

Altkameradschaft unternimmt viel

Inzwischen gehört Udo Ahrens zur Altkameradschaft des Deutschen Roten Kreuzes – eine Zusammenkunft gestandener Rotkreuzler, die er ins Leben gerufen hat. Demnächst geht es nach Lüneburg. In Bremerhaven sind die Mitglieder der Altkameradschaft ebenfalls unterwegs.