Hochschul-Absolventin: Auch lokale Geschäfte sollten Online-Shopping anbieten

Auch Lebensmitteleinzelhändler sollten ihre Waren über das Internet verkaufen. „Jeder sollte sich mit der Möglichkeit eines Einstiegs in den Online-Handel beschäftigen“, rät Sandra Niemeyer. Sie hat das Thema in ihrer Masterarbeit an der Hochschule Bremerhaven untersucht und ist dafür jetzt mit den Förderpreis der Volksbank-Stiftung Bremerhaven-Cuxland ausgezeichnet worden.

Einzelhändler sollten jedoch damit beginnen, dass Kunden die Waren zwar im Internet bestellen können, diese dann aber im Geschäft oder der Filiale abholen müssen, empfiehlt die 26-Jährige, die aus Hagen stammt. Filialbasierter Click-and-Collect-Service nennt sich dieses System. „Es hat zum einen den Vorteil, dass keine zusätzlichen Lagerflächen gebraucht werden, weil man die Filiale als Lager verwenden kann. Zum anderen entfällt die Auslieferungslogistik“, sagt Sandra Niemeyer. Dieses System stelle das günstigste aller Online-Modelle dar, weil hierbei die geringsten Umstrukturierungen anfielen. „Eine eigene Auslieferungslogistik kann man in den Folgejahren einführen, wenn der Online-Handel mit Selbstabholung erfolgreich umgesetzt wurde“, stellt Sandra Niemeyer fest.

Einkaufen ist heutzutage eine Zeitfrage

Für ihre Masterarbeit mit dem Titel „E-Commerce als zusätzlicher Vertriebskanal im deutschen Lebensmitteleinzelhandel“ hat die Absolventin eine eigene Analyse erstellt. „Einkaufen ist heutzutage zu einer Zeitfrage geworden. Viele finden es bequemer, von der Arbeit aus in der Pause übers Internet zu bestellen“, sagt die 26-Jährige. Sandra Niemeyer sieht auch für Bremerhaven und das Cuxland eine Chance im Online-Handel – auf jeden Fall im Lebensmittelbereich.