In „Grete’s Café am Kai“ können Gäste in vielerlei Hinsicht genießen

Der warme Wind zaust durch die Haare. Die Biertischgarnitur knarzt ein wenig unter den Bewegungen der Gäste. Diese lassen die Blicke rüber zu den idyllisch vor sich hin dümpelnden Segelbooten schweifen. Doch das „Grete’s“ in Bremerhaven hat noch mindestens eine andere Seite: Liegestühle und Sandstrand an der Stirn des Fischkai 57. Wer sich ein klein wenig Urlaubsgefühl ersehnt, ist hier richtig.

Traum vom Biergarten

„Unser Traum ist es, hinter dem Fischkai 57 irgendwann auch noch einen Biergarten zu eröffnen“, verrät Christiane Adamczak. Sie ist – so steht es in der Speisekarte – die Seele vom „Grete’s“. Und wenn sie erzählt, mit wie viel Liebe und Engagement sie die Speisen zubereitet, verdient der Satz in der Karte eigentlich ein Ausrufe-Zeichen. Denn: „Wir versuchen, möglichst nur Bio-Produkte zu verwenden. Und ich koche alle Speisen selbst.“ Im Klartext: Kein Convenience-Food und schon gar keine Geschmacksverstärker und künstliche Aromen.

Wieso eigentlich „Grete’s“?

Insgesamt hat hier alles einen gewissen Retro-Charme. Da ist beispielsweise die Musik-Box. Da sind die hohen Decken, die an die Zeit erinnern, zu der das Gebäude noch als Industriehalle genutzt wurde. Und da ist der Guss-Asphalt auf dem heute die als schöner Kontrast wirkenden modernen Tische und Stühle des „Grete’s“ stehen.
Aber wieso eigentlich „Grete’s“?. „Grete war eine sehr wichtige Person im Leben meines Partners René“, sagt Christiane Adamczak.

Ausschließlich vegetarische Speisen

René Russell ist als Mitinhaber des „Grete’s“ die zweite tragende Säule des Fischkai 57, in dessen angrenzender Halle regelmäßig Kunstausstellungen zu sehen sind.
Einige der einstigen Exponate sind dem Gastronomen-Duo ins Netz gegangen und zieren seither das Café. „Wir erheben keine Gebühren für den Raum, wünschen uns aber von jedem Künstler eines seiner Exponate“, verrät Christiane Adamczak. Und so „schwimmt“ schon seit geraumer Zeit ein in Pastell-Tönen gehaltener Stint über der Tür.

Nur vegetarische Speisen

Und das Tier auf dem Gemälde sieht dabei recht zufrieden aus. „Wir mögen Tiere – und zwar am liebsten lebendig“, sagt die 52-Jährige. Weil das so ist, gibt es im „Grete’s“ auch ausschließlich vegetarische Speisen. „Mein Partner ist aus Überzeugung Vegetarier. Irgendwann war ich es leid, immer aus zwei Töpfen zu kochen und je mehr ich mich mit vegetarischen Gerichten beschäftigt habe, desto begeisterter war ich. Es gibt unendlich viele leckere Gerichte, die völlig ohne Fleisch auskommen, mittlerweile finde ich: Fleisch braucht kein Mensch.“