Insolvenzplan für Windkrafthersteller Senvion genehmigt

Die Gläubigerversammlung beim insolventen Windanlagenbauer Senvion ist nach zwei Tagen am späten Mittwochabend zu Ende gegangen. Die Gläubiger und das Amtsgericht billigten den Insolvenzplan des Unternehmens.

Keine offizielle Mitteilung

Sie verschafften damit dem Sachwalter zusätzlichen Handlungsspielraum. Noch nicht entschieden sei jedoch über den Einstieg eines Investors. Die Gespräche laufen noch, sollen aber nun recht bald zu einem Abschluss gebracht werden. Ein offizielle Mitteilung von Senvion liegt bislang nicht vor. Die Senvion-Gläubiger waren am Dienstag zu ihren Beratungen zusammengekommen. Nach der Gläubigerversammlung sollte klar werden, wie viele der Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen. Senvion beschäftigt noch 1400 bis 1500 Mitarbeiter in Deutschland; mehrere Hundert Beschäftigte haben den Konzern verlassen.

Erste Kündigungen ausgesprochen

Senvion hatte im April Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet und sich auf die Suche nach Investoren begeben. Seit zwei Wochen ist klar, dass Senvion aufgeteilt wird und Teile seines Geschäftsbetriebs stilllegen muss. Die Turbinenfertigung in Bremerhaven mit 200 Mitarbeitern steht zum Jahresende vor der Schließung. Bereits in diesem Monat werden die ersten Kündigungen ausgesprochen. Die Investoren interessieren sich vor allem für den Service-Bereich und einzelne Ländergesellschaften.

Lili Maffiotte

Lili Maffiotte

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Lili Maffiotte, Spanierin mit kompliziertem Namen, aber ohne Spanischkenntnisse, geboren und aufgewachsen in Norddeutschland. Seit 23 Jahren bei der NORDSEE-ZEITUNG - als gelernte Fotografin von der Bildredaktion über ein Volontariat in die Lokalredaktion mit Zwischenstationen in der Sportredaktion. Seit Oktober 2015 in der Online-Redaktion für die Social-Media-Kanäle zuständig.