Islamfeindliche Sprüche im Speckenbütteler Park: Polizei ermittelt

Islamfeindliche Schmierereien im Speckenbütteler Park in Bremerhaven haben am Dienstag Ermittlungen der Polizei ausgelöst. Hintergrund: Der Spruch „No muslim“, der sich aus dem Englischen als „Muslime nicht willkommen“ übersetzen lässt, prangte an mehreren Stellen. Unter anderem in schwarzer Schrift auf Steinen in der Nähe des Spielplatzes.

Oberbürgermeister verurteilt Tat

Eine Bürgerin hatte am Pfingstmontag die mit einer Schablone aufgesprühten Graffiti im Park bemerkt.  Die Ermittlungen der Polizei dauern an, wie Polizeisprecher Uwe Mikloweit am Dienstag mitteilte. Tatverdächtige wurden noch nicht ermittelt. Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) betonte, dass „derartige Schmierereien nicht zu einer weltoffenen Stadt wie Bremerhaven passen“.

Graffiti sind entfernt

Magistratssprecher Volker Heigenmooser berichtete, dass Mitarbeiter des Gartenbauamts die Schmierereien gesichtet, dokumentiert und dann mit der Reinigung begonnen hätten. Zur Mittagszeit waren nach seinen Angaben die Graffiti entfernt. Polizeisprecher Uwe Mikloweit bestätigte gegenüber der NORDSEE-ZEITUNG, dass es explizit islamfeindliche Schmierereien bislang in Bremerhaven noch nicht gegeben habe.

Jens Gehrke

Jens Gehrke

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Jens Gehrke ist in Bremerhaven geboren, arbeitet als Redakteur bei der NORDSEE-ZEITUNG und gehört seit 2016 dem nord24.de-Team an. Er hat Kulturwissenschaften und BWL in Lüneburg und Madrid studiert, danach volontierte er bei der NORDSEE-ZEITUNG. Die Schwerpunkte der Berichterstattung liegen in den Gemeinden Hagen im Bremischen und Beverstedt.