#isso: Bürgerbüro Bremerhaven – Warum so umständlich?

Wer in Bremerhaven etwas im Bürgerbüro zu erledigen hat, der muss Geduld mitbringen. Liest man seine E-Mails nicht ganz genau, kann sich die Wartezeit sogar noch einmal deutlich verlängern.

Lange Wartezeiten

Vor Kurzem wollte ich eine Kleinigkeit erledigen. Mal eben schnell ins Bürgerbüro – länger als zehn Minuten sollte das nicht dauern. Könnte man jedenfalls denken. Das es ganz so einfach nicht wird, wusste ich allerdings. Nicht zuletzt weil es im Sommer Berichte darüber gab, dass viele Bremerhavener sich über die langen Wartezeiten beklagten. Mehrere Stunden sollen die zu diesem Zeitpunkt betragen. Auch wenn sich die Lage nun wieder etwas beruhigt hat, war mir klar: Ganz kurz mal vor oder nach der Arbeit würde das nicht gehen. Nicht ohne Termin jedenfalls.

Hauptsache Termin

Also vereinbarte ich einen Termin. Doch auch das ist gar nicht so leicht. Zwei Wochen im Voraus muss man dafür einplanen – und auch dann sind nur noch ein paar Zeiten übrig. In der betreffenden Woche hatte ich aber Frühdienst. Vor der Arbeit ging also nicht. Und nach der Arbeit? Auch nicht. Um 14 Uhr gibt es keine Termine mehr. Also schaute ich, wann ich eine kurze Mittagspause einlegen konnte. Wo, das war mir egal. Ob Bürgerbüro Nord oder Bürgerbüro Mitte – Hauptsache ich kann endlich meinen Kram erledigen.

Bestätigungsmail

Also wechselte ich auf der Homepage hin und her. Nord, Mitte, Nord, Mitte. Wo konnte ich den günstigsten Termin kriegen? Als es soweit war, wusste ich das nicht mehr. Ich schaute in mein E-Mail-Postfach, wo ich die Bestätigungsmail für den Termin liegen hatte. Absender: Bürgerbüro Nord. Alles klar. Dort allerdings wusste man nichts von meinem Termin. Der Absender war zwar das Bürgerbüro Nord, die Terminbestätigung galt allerdings für das Bürgerbüro Mitte. Ja, das ist meine eigene Blödheit. Aber warum schickt mir die Stadt eine Mail vom Account des Bürgerbüro Nord? Manche Dinge sind so umständlich, dass man gar nicht darauf kommt, dass es so sein könnte.

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Peter Gassner

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Peter Gassner, geboren am Niederrhein, volontierte nach seinem Studium der Geschichte und Politik im mittelhessischen Marburg bei der dort ansässigen Oberhessischen Presse. Nach Zwischenstation beim General-Anzeiger in Bonn wurde er nun an die Nordsee-Küste gespült. Besonderes Interesse an Sport aller Art.