#isso: Hilfe, die Mücken lieben nur mich!

Mutter Natur hat schon wirklich krasse Dinge erfunden. Und im Laufe der Evolution perfektioniert. Es gibt jedoch Dinge, die braucht kein Mensch. Wie zum Beispiel Spinnen. Und bevor jetzt alle aufschreien, dass die sich doch um Mücken und Co. kümmern, habe ich gleich das eigentliche Problem am Wickel – Mücken. 

Gefühlte trölftausend Stiche

Mein Kollege hat mir erzählt, dass er in den Hochzeiten der Mücken vielleicht zwei Stiche hat. Ein Traum. Ich habe beim ersten Grillen schon innerhalb von fünf Minuten einen Dutzend Stiche. Und im Laufe des Abends haben die Plagegeister gefühlt trölftausend Mal  zugeschlagen und ihren Rüssel in meiner Haut versenkt.

Brennnesseln sind nichts

Meine Beine und Unterarme sehen aus wie zu besten Kindertagen, als wir noch durch Brennnessel gelaufen sind. Damals war das eine Mutprobe. Nur diese Mücken vom Grillabend haben wohl längere Zeit nichts in den Rüssel bekommen. Die feuerroten Erhebungen an Beinen und Armen sind nicht nur mordsmäßig hässlich, sondern jucken auch wie die Pest.

Bis hin zur Blutvergiftung

Und wofür das Ganze? Für ein bisschen Blut. Bitte. Könnt ihr haben, ihr dämlichen Mücken. Aber das muss doch auch irgendwie anders gehen. Ohne Jucken und Beulen. Und bitte auch ohne Blutvergiftungen. Denn auch das können die Viecher. Weiß der Geier, wo die sich vorher rumgetrieben haben. *Kopfkino aus. SOFORT!*

Leiser Diebstahl

Nehmt Euch die paar Tropfen Blut. Ich teile gern, wenn es nicht gerade um Schuhe geht. Aber macht es verdammt nochmal leise. Und wenn ihr leise nicht könnt, dann erscheint doch bitte tagsüber. Diese nächtlichen Attacken nerven nämlich ohne Ende.

Adipöser Abgang

Und falls ich noch eine Bitte äußern darf: Verteilt doch bitte eure Jagdreviere ein bisschen mehr auf viele Menschen. Denn ich weiß nicht so recht, warum die Mücken ausgerechnet auf mein Blut fliegen. Und sich den Panz so vollschlagen, dass ich mich jedes Mal wundere, wie sie überhaupt noch fliegen können.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Zurück zum Grillabend. Der Tag danach: mehr als zwanzig Stiche – „schön“ verteilt auf Unterarme und Beine. Vielleicht lag es an dem einen oder anderen alkoholischen Getränk, dass die Mücken mich gnadenlos anzapfen konnten. Hoffentlich seid ihr, nachdem ihr euch an mir satt gesoffen habt, betrunken gegen Wände geflogen und habt euch den Rüssel gebrochen. Oder die Beine. Vielleicht seid ihr aber auch direkt in ein Spinnennetz gerauscht. Am besten habt ihr noch ein bisschen randaliert. Dann hätten wir doch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Einfach göttlich.

Lili Maffiotte

Lili Maffiotte

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Lili Maffiotte, Spanierin mit kompliziertem Namen, aber ohne Spanischkenntnisse, geboren und aufgewachsen in Norddeutschland. Seit 23 Jahren bei der NORDSEE-ZEITUNG - als gelernte Fotografin von der Bildredaktion über ein Volontariat in die Lokalredaktion mit Zwischenstationen in der Sportredaktion. Seit Oktober 2015 in der Online-Redaktion für die Social-Media-Kanäle zuständig.