Kitesurfer auf Erfolgswelle: Youtube-Videos spülen Kunden ins Geschäft

Dorian Cieloch hat seine Leidenschaft für das Kitesurfen zum Geschäft gemacht – so erfolgreich, dass sein Laden Kite Buddy in der Bremerhavener Löningstraße aus allen Nähten platzte. Cieloch ist daher umgezogen in die Alte Bürger 137. Kitesurfer legen teilweise Hunderte von Kilometern zurück, um bei ihm einzukaufen.

Vom Ingenieur für Medizintechnik zum Kitesurf-Spezialisten

Es ist sechs Jahre her, dass der 31-jährige Bremerhavener am Wochenende einen Kite-Kursus in Cuxhaven besuchte. „Von da an wollte ich nichts anderes mehr machen“, sagt Cieloch. Der studierte Ingenieur für Medizintechnik eröffnete 2012 nebenberuflich im Keller der Eltern in Langen einen Online-Shop für Kitesurf-Material.  2015 kündigte Cieloch seinen Job und eröffnete sein Fachgeschäft.

Kunden kommen aus ganz Deutschland

Mittlerweile zählt Cieloch mehrere Tausend Kundenkontakte pro Jahr. Auch Kitesurfer aus Hamburg oder Nordrhein-Westfalen finden nicht selten den Weg zu dem Fachgeschäft in der Alten Bürger. „Für eine komplette Ausrüstung kann man schnell 5000 Euro ausgeben – da will man das Richtige haben“, sagt 31-Jährige. Sogar aus München sei mal jemand hergeflogen. Ein Grund: Der Bremerhavener verfügt über Fachwissen, spürt den neuesten Trends hinterher und hat sich in der Kitesurf-Szene einen Namen gemacht.

Kitesurfer trägt die Kamera im Mund

Die Ergebnisse seiner Testfahrten in internationalen Surfrevieren dokumentiert Cieloch mit Videos auf seinem YouTube-Kanal (Suchbegriff: „Kite Buddy“). Die professionellen Videos produziert der Bremerhavener selbst, indem er Kameras am Surfbrett und in den Leinen anbringt, eine sogar im Mund trägt. Diese Action-Bilder kombiniert er mit Aufnahmen von einer Drohne und vom Strand aus. Etwa 4000 Videoaufrufe zählt Cieloch pro Tag, 120 000 pro Monat.