Klage gegen OTB: Gutachten im Fokus

Der Prozess um den Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) ging am Freitag weiter. „Macht der OTB noch Sinn?“, lautete die Frage. Der Richter lenkte nun den Blick auf die Entwicklung seit 2015 bis heute.

„Die Branche wächst“

Bremerhavens Wirtschaftsförderer Nils Schnorrenberger blickte auf die Chancen, die Klimaschutzziele sowie Ausstieg aus Atom- und Kohlestrom für die Offshore-Windenergie bedeuten. Die Branche wachse, und Bremerhaven könne sich mit dem OTB ein großes Stück davon abbeißen, auch wenn die vergangenen Jahren von Firmenpleiten geprägt waren.

Klimaschutzdebatte fehl am Platz

Der BUND stellte klar, dass die Klimaschutzziele auch ohne Bremerhaven gelingen werden. Richter Peter Sperlich wollte sich nicht in die Klimaschutzdebatte hineinziehen lassen.

Gutachten im Mittelpunkt

Für Sperlich ging es um den konkreten Bedarf 2015, als die Baugenehmigung für den OTB erteilt worden war. Waren die Prognosen plausibel, auf den sich der Beschluss stützt? Im Mittelpunkt bleiben dabei die Aussagen der Gutachten.

Stolperstein für den OTB?

Es geht um die Marktanteile der beiden Bremerhavener Turbinenhersteller. Die Experten hatten angegeben, dass sich der Anteil innerhalb von kürzester Zeit verdoppeln sollte. Für das Gericht war das nicht nachvollziehbar. Womöglich wird das zum Stolperstein für den OTB.