Kongresstourismus: Es fehlt ein Lotse für die Angebote in der Stadt

Ein einziger Kongress bringt Hunderte oder mehr Gäste in die Stadt. Die tagen nicht nur, sondern übernachten, essen – und wollen etwas erleben. Attraktive Veranstaltungsräume hat Bremerhaven inzwischen etliche, kreative Ideen auch. Was jedoch fehlt, ist ein zentraler Ansprechpartner für Kongress-Organisatoren. 

Fachleute beschreiben den Tagungstourismus mit den englischen Begriffen Meetings (Tagungen), Incentives (Belohnungsreisen für Mitarbeiter), Conventions (Kongresse) und Events (Erlebnisveranstaltungen), kurz Mice. Es ist eines der Ziele des städtischen Tourismuskonzepts, von diesem wachsenden Marktsegment noch stärker als bisher zu profitieren.

Schnorrenberger: Kongressveranstalter würden das bezahlen

Aus Sicht von  Nils Schnorrenberger, Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS, könnte es sich sogar lohnen, als zentraler Ansprechpartner Kongress-, Übernachtungs- und Erlebnispakete für Großveranstalter von außerhalb zu schnüren. „Das würden die Veranstalter bezahlen – da liegen Potenziale brach“, glaubt er. Wer könnte die zentrale Kongressorganisation übernehmen? „Das könnte die Erlebnis Bremerhaven machen oder eine private Agentur“, meint Schnorrenberger.

„Das wäre eine Option, die Koordinierung über uns abzuwickeln, denn wir haben die Software, um so ein Kongressgeschäft zu organisieren“, sagt Erlebnis-Geschäftsführer Raymond Kiesbye. Allerdings stelle sich die Frage nach der personellen Ausstattung – und der Vermarktung des Angebots.