Lange Haft für Kokain-Schmuggler aus Bremerhaven gefordert

Hohe Haftstrafen hat die Staatsanwaltschaft im Prozess wegen Kokainschmuggels aus dem Hafen in Bremerhaven gefordert. Die drei Männer sollen zwischen elf und acht Jahre hinter Gitter.

Kühlcontainer

Das Kokain kam über Kühlcontainer nach Bremerhaven. Einer der Angeklagten war bei einer Bremer Spezialfirma beschäftigt und hatte so Zugang zum Hafen und zu den Containern. In Portionen von bis 45 Kilo war der Stoff in den Kühlaggregaten versteckt.

Gerät wird heiß

Einmal hatten sie zu viel Kokain ins Gerät gestopft. Es wurde heiß, in Rotterdam flog die Sache deshalb auf. So kamen Zoll und Polizei der Gruppe auf die Schliche, der sie eine Falle stellten.

Mammutprozess

Der Prozess begann im September vergangenen Jahres und hat sich über Monate hin gezogen. Krankheitsbedingt wurde das Verfahren gegen drei Angeklagte abgetrennt. Das Verfahren gegen die anderen drei inhaftierten Angeklagten wurde beschleunigt. Es wurde dennoch ein Mammutprozess mit inzwischen 66 Verhandlungstagen. Von den ursprünglich 780 Kilo Kokain konnte die Staatsanwaltschaft am Ende nur rund 100 Kilo nachweisen. Neben dem Schmuggel aus dem Hafen wird den Angeklagten ebenfalls vorgeworfen, mit Stoff auch gehandelt zu haben.