Lehe: Schmuggelroute in den Knast wird dichtgemacht

Die Familien an der Nordstraße in Bremerhaven-Lehe atmen auf: Endlich sind ihre Kinder sicher vor gefährlichen Funden am Zaun der Justizvollzugsanstalt. Da, wo Mietergärten und Gefängnisbeubau aneinander stoßen, hatten die Lütten beim Spielen immer wieder Tabletten, Spritzen, Handys, Drogen aufgelesen. 

Gärten gerodet

Der gefährliche „Schmuggelpfad“, durch den Hintermänner gefährliches Zeug an den Gärten der Anwohner vorbei zur Gefängnismauer gebracht haben, wird jetzt abgedichtet. Die zugewucherten Gärten mit Maschendraht, über den der Transport der Schmuggelware einfach war, sind von der Stäwog gerodet worden.

20.000 Euro in Zaun investiert

Der niedergetrampelte Drahtzaun wird gerade ersetzt: Stäwog und Immobilienbesitzer Jürgen Stindt investieren 20.000 Euro in einen 130 Meter langen, hohen Stahlzaun. Der soll die Gärten der Anwohner absichern.

Justizbehörde baut Feingitter vor die Fenster

Die Justizbehörde hat außerdem die Fenster der JVA, die zu den Gärten zeigen, engmaschig vergittert. Fenstergriffe wurden abmontiert. Mit Stacheldraht wurde das Regenrohr umwickelt, an dem Drogen und anderes herauf- und hinab gelassen worden ist. Eine neue Kamera soll den „Schmuggelpfad“ überwachen.

Der Maschendraht kommt weg und hoher fester Zaun hin: Froh darüber sind die Mütter aus den Gärten der Nordstraße (v.li.) Bianca Frees, Frauke Stüben und Jessica Patschke.
Der Maschendraht kommt weg und hoher fester Zaun hin: Froh darüber sind die Mütter aus den Gärten der Nordstraße (v.li.) Bianca Frees, Frauke Stüben und Jessica Patschke. Foto: Schwan