Meteorologe: Deshalb blieb Bremerhaven vom Unwetter verschont

Am Donnerstag hat ein Unwetter in Hamburg und Schleswig-Holstein für Chaos gesorgt, auch am Sonntag hat es in einigen Teilen Norddeutschlands  starke Regenfälle gegeben. Angekündigt waren sie auch für Bremerhaven, doch bis auf einen kurzen Schauer am Sonntag blieb die Seestadt verschont. Der Klimahaus-Meteorologe Dr. Michael Theusner erklärt, warum. 

Nordwest-Wind hat Unwetter vertrieben

„Am Donnerstag hatten wir einfach wahnsinniges Glück“, sagt Dr. Michael Theusner, Meteorologe am Klimahaus. Die Gewitterbedingungen haben in der Seestadt nicht ausgereicht. Denn dafür müsste die Luft möglichst feucht-warm sein und der Temperaturunterschied besonders hoch. „Aber der Wind hat bei uns frühzeitig auf Nordwest gedreht und die kühle Nordseeluft zu uns gepustet“, sagt Theusner.

Bremerhaven lag gerade noch im Hoch

Dass es am Sonntag in Bremerhaven nur einen kurzen Donner- und Schauermoment gab, erklärt Theusner so: „Am Sonntag lag über Westniedersachsen eine Zone in der Winde aus Ost und West zusammenstießen und die Luft regelrecht nach oben gedrückt wurde – dort bildeten sich deswegen riesige Gewitterwolken. Diese Gewitterzone war nur 20 Kilometer von uns entfernt“, so der Fachmann.

Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.