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Meteorologe: Rotierendes Tief als Urlaubskiller

Festgefahrene Wetterlage – so bezeichnet Dr. Michael Theusner, Meteorologe des Bremerhavener Klimahauses, die Situation der vergangenen Wochen. „Das ist ein Phänomen, an das wir uns gewöhnen müssen“, sagt er. Dass es aber nun in den Ferien sechs Wochen Regen gegeben habe, sei einfach Pech gewesen. 

Wärmer als im 30-Jahre-Durchschnitt

„Wir lagen im Zustrom von frischer Meeresluft. Deswegen gab es Schauer“, erläutert Theusner. Allgemein habe sich über Europa ein Tiedruckgebiet befunden, das rotiert habe. Kühler als sonst sei der Sommer übrigens bisher nicht gewesen. Im Gegenteil: „Eigentlich war es sogar ein Grad wärmer als im 30-Jahre-Durchschnitt von 1961 bis 1990“, sagt der Meteorologe.

Bisher zu wenig Sonne

Es sei eigentlich bisher eher zu nass und zu warm gewesen, und es habe zu wenig Sonne gegeben, fasst Theusner zusammen. Das zeige aber auch, dass man gar keinen Sonnenschein brauche, damit es warm sei. Das sei eine Auswirkung des Klimawandels. Das führe im Übrigen auch dazu, dass es im Winter weniger Schnee, aber dafür mehr Regen gebe. Auf eines müsse man sich weltweit einstellen: Es werde mehr Extremwetter geben.

Es wird noch wieder sommerlich

In der Seestadt und im Cuxland sei man bisher auch eher glimpflich davongekommen – schon alleine beim Regen, sagt der Meteorologe mit Blick auf die Überschwemmungen im Harz.  Und wie wird das Wetter in nächster Zeit? „Verlässliche Prognosen gehen immer nur bis zu vier Tagen“, sagt Theusner. „Derzeit hat sich das Wetter bei uns wieder beruhigt, Anfang der Woche wird es sogar endlich mal wieder sommerlich.“