Ministerium will Entscheidung wegen „Gorch Fock“ anfechten

Das Verteidigungsministerium will im Streit um die Herausgabe des Segelschulschiffes „Gorch Fock“ eine Entscheidung des Landgerichts Bremen kippen.

Beschwerde eingelegt

„Wir werden die Entscheidung anfechten und sofortige Beschwerde beim Oberlandesgericht Bremen einlegen“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin. „Und wir werden weiterhin als Eigentümer des Schiffes alles daran setzen, dass die ,Gorch Fock‘ vertragsgerecht ausgedockt werden kann.“ Dirk Harms, Geschäftsführer von Bredo, meinte: „Dass der Bund diesen Weg beschreitet, damit war leider zu rechnen. Unabhängig davon sind wir weiterhin bestrebt, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.“

 Rumpf als Pfand

Das Landgericht Bremen hatte es am Vortag abgelehnt, eine einstweilige Verfügung gegen die Bredo-Werft in Bremerhaven im Eilverfahren zu erlassen. Die Werft beansprucht den Rumpf der „Gorch Fock“ als Pfand für unbezahlte Rechnungen und hat angekündigt, das Schiff am Freitag nur zu Wasser zu lassen, wenn der Bund 5,1 Millionen Euro bezahlt.