Moorbrand: Bundeswehr-Panne hat teures Nachspiel

Der wochenlange Moorbrand auf einem Waffentestgelände der Bundeswehr im Emsland hat ein teures Nachspiel. Allein beim Landkreis Emsland sind Rechnungen von knapp 760.000 Euro für die Unterstützung bei der Brandbekämpfung aufgelaufen, bestätigte eine Sprecherin am Freitag in Meppen.

Einsatzkräfte und Verwaltung

In den Unterlagen für die Kreistagssitzung am kommenden Montag sind 375.000 Euro Kosten für die Einsatzkräfte und Verbrauchsgüter aufgelistet sowie 69.000 Euro Verwaltungskosten. Hinzu kommen Rechnungen über 315.000 Euro, die emsländische Kommunen beim Landkreis eingereicht haben.

Erheblich ausgeweitet

Nach Raketentests war Anfang September auf dem Testgelände der Wehrtechnischen Dienststelle im Emsland ein mehrere Wochen anhaltender Moorbrand ausgebrochen. Wegen der großen Trockenheit und einer Panne mit einem Löschfahrzeug hatte es sich erheblich ausgeweitet, der Rauch zog bis nach Bremerhaven und ins Cuxland.

Keine 100 Millionen Euro

Die Bundeswehr will 2019 die Schießübungen wieder aufnehmen. Zuvor will das Bundesverteidigungsministerium bis zum Jahresende einen Abschlussbericht zu dem Moorbrand vorlegen. Zur Höhe der Gesamtschäden sei jetzt noch keine Aussage möglich, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Schätzungen von 100 Millionen Euro seien aber deutlich überhöht.

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Peter Gassner

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Peter Gassner, geboren am Niederrhein, volontierte nach seinem Studium der Geschichte und Politik im mittelhessischen Marburg bei der dort ansässigen Oberhessischen Presse. Nach Zwischenstation beim General-Anzeiger in Bonn wurde er nun an die Nordsee-Küste gespült. Besonderes Interesse an Sport aller Art.